Ein PDF aus dem Englischen ins Deutsche übersetzen

Stellen Sie in „PDF übersetzen“ die Zielsprache von „Englisch“ auf „Deutsch“ um. Übersetzt wird nur die Textebene: Scans zuerst mit OCR-PDF erkennen, dann wird die Übersetzung auf eine papierfarbene Fläche über der Originalzeile gedruckt.

Öffnen Sie PDF übersetzen, laden Sie das englische Dokument hoch und prüfen Sie vor dem Start zwei Felder: „Ausgangssprache“ und „Zielsprache“. Das Werkzeug ersetzt den Text auf den Seiten durch die Übersetzung und versucht, jeden Block an seiner Stelle zu lassen. Es arbeitet aber nur mit Text, der sich im PDF markieren lässt.

Im Folgenden finden Sie die Arbeitsschritte, den Umgang mit Scans, die Bedeutung der Warnungen und die Punkte, die Sie in der fertigen Datei vor dem Versand prüfen sollten.

Prüfen, ob die Datei Text enthält

Öffnen Sie das PDF in einem beliebigen Viewer und versuchen Sie, einen Satz mit der Maus zu markieren. Lassen sich einzelne Wörter markieren, hat die Datei eine Textebene und kann direkt übersetzt werden. Wird die ganze Seite als Bild markiert oder gar nichts, handelt es sich um einen Scan oder ein Foto.

Prüfen Sie in einer gemischten Datei jeden Teil einzeln: Der Haupttext kann in einem Editor geschrieben, der Anhang dagegen eingescannt sein. Der Übersetzer verhält sich so:

Text in Bildern wird auch auf Textseiten nicht übersetzt: Diagramme, Screenshots, Logos und Beschriftungen in Fotos bleiben, wie sie sind.

Sprachen wählen: Voreingestellt ist Englisch

Das ist die häufigste Falle. Im Feld „Zielsprache“ ist anfangs „Englisch“ ausgewählt. Lassen Sie den Wert stehen, wird ein englisches Dokument ins Englische „übersetzt“, und Sie erhalten fast dieselbe Datei.

1. Laden Sie das PDF in das Werkzeug hoch. 2. Wählen Sie unter „Ausgangssprache“ den Eintrag „Englisch“. „automatisch erkennen“ funktioniert bei normalem Fließtext ebenfalls, bei kurzen Beschriftungen und mehrsprachigen Dokumenten ist die feste Auswahl aber zuverlässiger. 3. Wählen Sie unter „Zielsprache“ den Eintrag „Deutsch“. 4. Klicken Sie auf „Datei verarbeiten“ und warten Sie auf das Ergebnis. 5. Laden Sie das PDF herunter und speichern Sie es unter einem anderen Namen als das Original, etwa mit dem Zusatz „DE“.

Neben Englisch und Deutsch enthalten die Listen Russisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch und Hindi.

Was mit dem Layout passiert

Der Übersetzer entfernt den Originaltext eines Blocks und schreibt die Übersetzung in denselben Bereich der Seite. Farbe, ungefähre Schriftgröße, Fett- und Kursivschrift, Ausrichtung und Schriftart (mit oder ohne Serifen) werden aus dem Original übernommen. Bilder, Linien und Tabellenrahmen bleiben unberührt.

Deutscher Text ist meist länger als der englische, vor allem bei zusammengesetzten Fachwörtern. Passt die Übersetzung nicht in den ursprünglichen Rahmen, wird die Schrift dieses Blocks so weit verkleinert, bis sie hineinpasst. In schmalen Spalten, Zellen und Fußnoten wirken die Buchstaben deshalb manchmal deutlich kleiner als daneben. Prüfen Sie die Lesbarkeit solcher Stellen gesondert und vergrößert.

Scans: zuerst OCR, dann übersetzen

Einen Scan ohne Textebene kann der Übersetzer nicht lesen. Erkennen Sie die Datei deshalb zuerst mit OCR-PDF und wählen Sie Englisch als OCR-Sprache. OCR lässt das Seitenbild unverändert und fügt ihm eine unsichtbare Textebene hinzu (mehr dazu im Beitrag zur Texterkennung in Scans). Laden Sie das erkannte PDF anschließend in „PDF übersetzen“ hoch und wählen Sie die Sprachen wie oben beschrieben.

Die englischen Buchstaben auf einem Scan sind Pixel des Bildes und lassen sich nicht wie Text entfernen. Der Übersetzer deckt daher jede erkannte Zeile mit einer Fläche in Papierfarbe ab (ermittelt aus den Pixeln rund um die Zeile) und druckt die Übersetzung darauf in Schwarz, auf dunklem Grund in Weiß. Deutscher und englischer Text liegen so nicht übereinander.

Beachten Sie dabei:

Brauchen Sie nur den Text und nicht das Layout, gibt es einen anderen Weg: Extrahieren Sie den erkannten Text mit PDF zu Text in eine TXT-Datei und übersetzen Sie ihn in einem beliebigen Textübersetzer. Die Formatierung geht verloren, dafür ist nichts abgedeckt, und der Text lässt sich neben dem Seitenbild bequem Korrektur lesen.

Warnungen und Fehler

Manchmal liefert der Übersetzungsdienst für einen einzelnen Block eine leere Antwort. Dieser Block bleibt englisch, und das Ergebnis enthält eine Warnung mit der Zahl der nicht übersetzten Blöcke. Konnte die Hälfte der Blöcke oder mehr nicht übersetzt werden, erzeugt der Auftrag keine Datei, sondern endet mit einem Fehler. Starten Sie ihn dann später erneut.

Pro Durchlauf gilt eine Obergrenze für die Zahl der Textblöcke, derzeit 900. Ein Block ist ein Textstück mit einheitlicher Formatierung: ein Absatz, eine Überschrift, eine Bildunterschrift, eine Tabellenzelle. Ein langer Bericht mit vielen Tabellen kann diese Grenze erreichen. Teilen Sie ihn mit PDF teilen auf und übersetzen Sie jeden Teil einzeln.

Eine passwortgeschützte Datei kann der Übersetzer nicht öffnen. Wenn Sie das Passwort kennen, entfernen Sie den Schutz zuerst mit PDF entsperren.

Die Übersetzung an einem konkreten Beispiel prüfen

Angenommen, in einer Anleitung steht „Store at 5 °C“. Die deutsche Fassung muss die Zahl 5 und die Einheit °C behalten und sich weiterhin auf die Lagerung beziehen, etwa „Bei 5 °C lagern“. Ein Fehler in einer kurzen Anweisung kann schwerer wiegen als ein holpriger Stil in einem langen Absatz.

Vergleichen Sie anschließend Namen, Artikelnummern und Modellbezeichnungen. Eine Kennung wie AB-120 muss als Kennung erhalten bleiben und darf nicht in Teilen übersetzt werden. Achten Sie besonders auf Dezimalzahlen, Datumsangaben und Verneinungen: Ein fehlendes „not“ macht aus einem Verbot eine Erlaubnis. Im Deutschen steht das Dezimalkomma statt des Punkts; prüfen Sie, ob Zahlen in Tabellen einheitlich geblieben sind.

Die Seitenzahl ändert sich bei der Übersetzung nicht, daher lässt sich Seite für Seite vergleichen: Öffnen Sie Original und Übersetzung in zwei Fenstern nebeneinander und blättern Sie gleichzeitig.

Sehen Sie alle Seiten in normaler Größe durch und vergrößern Sie Tabellen mit wichtigen Werten. Achten Sie auf drei typische Anzeichen von Problemen: englische Sätze im deutschen Text, gestauchte winzige Schrift und Beschriftungen, die sich mit Bildern überlagern. Lesen Sie Tabellenköpfe und Achsenbeschriftungen gesondert: Kurze Wendungen ohne Zusammenhang übersetzt eine Maschine am schlechtesten, und ein Fehler im Spaltenkopf verändert die Bedeutung aller Werte darunter.

Wann maschinelle Übersetzung nicht reicht

Maschinelle Übersetzung hilft, den Inhalt eines Briefes, einer Anleitung oder eines Artikels zu verstehen. Bei einem Vertrag, einem ärztlichen Befund, einer technischen Vorschrift oder einem anderen Dokument, von dem Entscheidungen abhängen, sollte ein Mensch die Übersetzung prüfen, der beide Sprachen und das Fachgebiet beherrscht. Das Werkzeug garantiert keine juristisch exakten Formulierungen und verleiht der Übersetzung keinen amtlichen Status.

Bewahren Sie das englische Original neben der deutschen Fassung auf und senden Sie dem Empfänger beide Dateien, falls er vergleichen muss. Bearbeiten Sie unübersetzte Stellen vor der Weitergabe und sehen Sie sich die letzte Seite und die Anhänge gesondert an, denn diese werden bei der Kontrolle am häufigsten übersehen.

Kann ich ein gescanntes PDF übersetzen?

Ja, aber erkennen Sie es zuerst mit „OCR-PDF“, denn ohne Textebene gibt es nichts zu übersetzen. Nach OCR wird jede Originalzeile mit einer Fläche in Papierfarbe abgedeckt und die Übersetzung darauf gedruckt. Prüfen Sie, ob die Abdeckung Stempel, Unterschriften oder Tabellenlinien verdeckt, und vergleichen Sie die Übersetzung mit dem Original, denn Erkennungsfehler gehen in sie über.

Warum ist die fertige Datei noch englisch?

Wahrscheinlich ist im Feld „Zielsprache“ der Standardwert „Englisch“ geblieben. Wählen Sie „Deutsch“ und starten Sie die Verarbeitung erneut.

Bleibt das Tabellenlayout erhalten?

Die Blöcke bleiben an ihrer Stelle, Rahmen und Linien ändern sich nicht. Eine lange Übersetzung verkleinert die Schrift, damit sie in die Zelle passt; prüfen Sie daher kleine Schrift und Zellwerte.

Wird Text in Bildern und Diagrammen übersetzt?

Nein. Beschriftungen in Bildern, Screenshots und Logos bleiben in der Originalsprache.

Was bedeutet die Warnung zu nicht übersetzten Blöcken?

Einige Textstücke konnte der Dienst nicht übersetzen, sie sind englisch geblieben. Betrifft das die Hälfte der Blöcke oder mehr, endet der Auftrag mit einem Fehler; starten Sie ihn später erneut.